An einem interaktiven Workshop teilnehmen

Um die geführte Besichtigung der Gedenkstätte (Haus und Dauerausstellung) zu ergänzen können Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen ihren Besuch im Rahmen eines interaktiven Workshops vertiefen.

In den Workshops werden die Schülerinnen und Schüler in kleine Gruppen aufgeteilt und angeleitet, ihr Wissen ausgehend von historischen Quellen, Filmausschnitten (Kinofilme und Zeitzeugenaussagen), Kunstwerken (Musik, Poesie, Malerei…) und im Austausch miteinander und dem Workshop-Leiter auszubauen. Am Ende des Workshops sind in der Regel eine Diskussions-Phase und ein Fazit vorgesehen. Je nach ausgewähltem Thema nehmen die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeit mit nach Hause (Landkarten mit den Etappen der Kinder, Plakate, digitale Ergebnisse…).

Dauer: 2h

Einige Workshops verlangen Vorkenntnisse der Teilnehmenden. Außerdem sind einige Workshops anspruchsvoller als andere. Wir beraten Sie gerne, damit Ihre Schülerinnen und Schüler möglichst viel aus den Workshops mitnehmen.

Eine telefonische Beratung ist montags, dienstags und mittwochs zwischen 16:00 und 17:00 Uhr möglich (außer in den Sommerferien).

+33(0)4 79 87 21 05 (Wählen Sie die 4.)

Alle Workshops verwenden den Ort, historische Quellen aus den Archiven und andere akustische, filmische, ikonographische und literarische Dokumente als Ressourcen.

Die Leiter der Workshops informieren sich fortgehend über neue historische Erkenntnisse und ergänzen die Workshops laufend um neue Dokumente.

Bei frühzeitiger Anfrage und Buchung können einige Workshops in englischer und italienischer Sprache angeboten werden.

 

Diese verschiedenen historischen und zivilgesellschaftlichen Themen werden angeboten:

Grundschule und Unterstufe

1. Alltagsleben im Kinderheim von Izieu

+

Nach einer Führung durch das historische Haus werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet, über historische Photographien aus der Zeit des Kinderheims, die das alltägliche Leben hervorrufen, nachzudenken. Danach suchen sie auf dem Gelände nach dem Ort, an dem die Fotos gemacht wurden, um die Landschaften von gestern und heute zu vergleichen. Schliesslich wird ihnen vorgeschlagen, ihre eigene Erinnerung an ihren Tag in Izieu herauszuarbeiten.

2. Lebensweg der Familien

+

Mit Hilfe von Dokumenten der Dauerausstellung und der Archive des Maison d’Izieu studieren die Schülerinnen und Schüler den Weg von mehreren Kindern der Kolonie und ihrer vorherigen Familien, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. In kleinen Gruppen erarbeiten sie eine Karte, mit der sie den Weg der Kinder und ihrer Familien nachverfolgen können und die sie in die Schule mitnehmen.

3. Diskriminierung und Rechte des Kindes

+

Nach dem Besuch des historischen Hauses reflektieren die Schülerinnen und Schüler den Begriff der Diskriminierung anhand des Beispiels jüdischer Kinder während des Zweiten Weltkriegs. Sie erkennen die Grundrechte des Kindes und diskutieren über ihre Umsetzung in der heutigen Welt.

Unterstufe

4. Hilfe und Rettung

+

Die Schülerinnen und Schüler studieren Beispiele für das Engagement für die jüdische Bevölkerung, die zwischen 1940 und 1944 in Frankreich verfolgt wurde und entdecken die vielfältigen Formen der Hilfe, insbesondere im Falle der Kolonie von Izieu.

5. Die Formen des Engagements : widerstehen, verurteilen, erinnern

+

Aus Beispielen, die sich auf die Geschichte der Kolonie und dann auf die Geschichte der Gedenkstätte beziehen, werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet, über die verschiedenen Formen des Engagements nachzudenken, das einerseits im Zweiten Weltkrieg zugunsten der Kinder von Izieu und ihrer Betreuerinnen und Betreuer aufgebracht wurde und andererseits das Engagement danach, um ihnen Gerechtigkeit zu verschaffen und ihr Gedenken zu verewigen.

6. Stereotype, Vorurteile und Diskriminierung

+

Nach der Definition der Begriffe werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet, aus einem breiten Korpus, der sich auf gegenwärtige und vergangene Situationen bezieht (Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie…), die Dokumente auszuwählen, die sie ansprechen. Sie analysieren diese und stellen sie danach ihren Mitschülern vor, um die Debatte zu unterstützen.

Ab dem letzten Jahr der Unterstufe

7. Wie schreibt sich die Geschichte der Kinder von Izieu ?

+

Nach Untersuchung der Dokumente des Archivs des historischen Hauses kartografiert jede Gruppe von Schülerinnen und Schülern den Weg eines Kindes von Izieu, um sich der Komplexität der Situationen für jüdische Familien von den 1920er Jahren bis nach dem Krieg bewusst zu werden.

8. Lebensweg der Familien

+

Dieser vollständig überarbeitete Workshop führt die Schülerinnen und Schüler zu einem thematischen Ansatz, der das Verständnis für die Vielfalt (religiöse, sozioökonomische, geographische Ursprünge etc.) der jüdischen Populationen Europas und ihrer Schicksale vor, während und nach dem Krieg ermöglicht.

9. Antisemitische Politik des Vichy-Regimes und Zusammenarbeit an der « Endlösung »

+

Mit Hilfe von Ausstellungsdokumenten und Archiven des Maison d’Izieu entdecken die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Aspekte der antisemitischen Politik und unterstreichen die verschiedenen Etappen der staatlichen Kollaboration.

10. Vom Rassismus bis zur « Endlösung », Nazi-Deutschland und besetztes Europa (1933-1945)

+

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die Mechanismen des Prozesses, der zur Vernichtung der europäischen Juden führt : ideologische Wurzeln, Propaganda und Erziehung unter den Nazis, Politik der Exklusion, «Endlösung »

11. Konzentrationssystem der Nazis (1933-1945)

+

Ausgehend von Archivdokumenten und Zeugnissen verstehen die Schülerinnen und Schüler die Organisation der verschiedenen von den Nazis errichteten Lagern in Europa (Ghettos, Konzentrationslager, Tötungszentren)

12. Holocaust und Film

+

Ausgehend von der Projektion von ausgewählten Auszügen geht es darum, die Standpunkte der Regisseure und Regisseurinnen und die Botschaft, die sie vermitteln wollen, zu vergleichen. Neue Auszüge ermöglichen es, den Ansatz jedes Jahr zu erneuern und zu bereichern.

Die Themenbereiche, die in diesem Workshop behandelt werden (die Etappen des Prozesses, die Schaffung des Gedenkens, die Darstellung der Vernichtung), werden je nach Alter der Schülerinnen und Schüler und den schulischen Programmen variieren.

13. Holocaust und Kunst

+

Ausgehend von Gedichten, Zeichnungen, Gemälden und musikalischen Werken, die während und nach dem Holocaust entstanden sind, denken die Schülerinnen und Schüler über den Kontext der Produktion und die Botschaft der Künstlerinnen und Künstler nach. Danach erstellen sie ihre eigene Ausstellung.

14. Massenverbrechen und internationale Justiz

+

Aus der Perspektive des Richters und des Historikers reflektieren die Schülerinnen,und Schüler die Entstehung einer internationalen Justiz von Nürnberg bis zur Schaffung des internationalen Strafgerichthofes auf der Grundlage verschiedener Massenverbrechen (Holocaust,  ehemaliges Jugoslawien, Kambodscha, Ruanda, Südafrika, Lateinamerika) und der Art und Weise, wie diese verurteilt wurden.

15. Vorbereitung auf den « Concours National de la Résistance et de la Déportation » (nationaler Wettbewerb des Widerstands und der Deportation)

+

Es ist möglich, sich im Maison d’Izieu auf den CNRD vorzubereiten, indem sie den speziellen Workshop buchen.

1940 – Dem Widerstand beitreten. Verstehen, verweigern, widerstehen

Das Ministerium für nationale Bildung hat beschlossen, dass das Thema der Saison 2019-2020 bis 2020-2021 verlängert wird.

mehr erfahren

Auf den Spuren von ab dem letzten Jahr der Unterstufe

16. Familie Kaufman, eine jüdische Familie im Krieg

+

Indem sie den Lebensweg der Familie von Henri Kaufman, einem Kind der Kolonie, studieren, greifen die Schülerinnen und Schüler die Ausstellungsinhalte auf, um die verschiedenen Phasen der antisemitischen Politik des Vichy-Regimes, der Einführung des staatlichen Antisemitismus, von der Kollaboration bis zur « Endlösung » zu erfassen. Der partizipative Besuch umfasst eine einstündige Besichtigung des historischen Hauses, eine Recherchestunde in der Ausstellung, eine Schreibarbeit und ein gemeinsames mündliches Feedback von zwei Stunden.

Dauer : 4h

17. (NEU) Die Kolonie in ihrer Umgebung

+

Am Morgen erkunden die Schülerinnen und Schüler das historische Haus und das Dorf von Izieu durch Beobachtung, Befragung und gegenseitiges, lautes Vorlesen. Am Nachmittag vertiefen sie die Geschichte und das Gedenken der Kolonie anhand von verschiedenen Dokumenten  (Erinnerungsstelen, Zeugnisse, Fotografien…) und schaffen ihre eigene Erinnerung an den Tag (Texte, Zeichnungen…).

Dauer : 4h30

Ab der Oberstufe

18. (NEUER WORKSHOP) Die Herausforderungen des Zeugnisses anhand des Schicksals von Paul Niedermann

+

Ausgehend von den Zeugnissen von Paul Niedermann, einem ehemaligen Kind, das in der Kolonie aufgenommen wurde, Holocaust-Überlebender und Nebenkläger während des K.Barbie-Prozesses, ermöglicht dieser Workshop, den Lebensweg einer deutschen, jüdischen Familie zu rekonstruieren und sich mit der Rolle des Zeugen, des Richters und des Historikers auseinanderzusetzen.

19. Antijudaïsmus, Antisemitismus, Antizionismus, Negationismus

+

Ein langwieriger Ansatz, um die verschiedenen Formen des Judenhasses in der Geschichte zu entdecken und die Funktionsweise und die Dauerhaftigkeit von antisemitischen Stereotypen zu zeigen. Dieser Workshop liefert Schlüssel für den Versuch, das gegenwärtige Wiederaufleben und die irrationale Natur von antisemitischen und negationistischen Verhaltensweisen zu verstehen.

20. Warum und wie man Kriminelle nach dem Krieg verurteilt

+

Mithilfe von Archivdokumenten, die die verschiedenen internationalen (Nürnberg) oder nationalen (Deutschland, Frankreich, Polen, Jerusalem) Prozesse darstellen, bauen die Schülerinnen und Schüler eine Argumentation über die historische Besonderheit des Holocausts, die Bedeutung der Verurteilung von Nazi-Verbrechern und die Rolle der Prozesse bei der Bildung einer Erinnerungskultur auf.

21. Klaus Barbie, die Prozesse und die Razzia von Izieu in der Bildung einer Erinnerung an den Holocaust in Frankreich

+

Anhand von Archivdokumenten wird der lange rechtliche Weg und die Rolle der « Erinnerungsaktivisten » untersucht, die bewirkten, dass die Geschichte der Kinder von Izieu Eingang in die nationale Erinnerung erhält.

Künstler und Künstlerinnen treffen

Plastische Kunst : Roman Kroke begleitet die Bildung von Erinnerungsobjekten

+

Zielgruppe : Schülerinnen und Schüler der Unter- und Oberstufe

Der « interdisziplinäre » deutsche Künstler Roman Kroke begleitet die Schülerinnen und Schüler bei ihren kreativen Schritten und ermöglicht ihnen, eine sensible und persönliche Beziehung im Maison d’Izieu aufzubauen.

Kosten für einen Tag der Intervention in der Gedenkstätte : 1600€, davon 800€ zulasten der Unterbringung

 

Webseite des Künstlers

Theater : Dominique Lurcel präsentiert « Les Rouqins » (« die Rothaarigen ») von Jean-Claude Grumberg mit der « Compagnie Passeurs de mémoire » (« Gesellschaft der Boten der Erinnerung »)

+

 

Zielgruppe : Schülerinnen und Schüler der Unter- und Oberstufe

In zwanzig Minuten eines schrecklichen Lebensabschnitts in seinem Alltag zeigt Jean-Claude Grumberg die Essenz unserer Beziehung zum Anderen, das « Nicht wie ich » (Primo Levi) sowie die Unterhandmechanismen der Entwicklung von Vorurteilen und Ausgrenzung, sogar die schrittweise Beseitigung einer Gruppe von Individuen. Der Aufführung folgt unmittelbar eine Debatte in Anwesenheit der Schauspieler und Schauspielerinnen der « Compagnie Passeurs de mémoire ». Die Erfahrung zeigt, dass das Set zwei Stunden dauert, wobei das Stück eine beeindruckende « Debattiermaschine » ist.

 

Webseite der Compagnie

Kosten : 600€ abzüglich Steuern (ab der zweiten Aufführung : 500€ abzgl. Steuern (Mehrwertsteuer 5,5%))

Zwei Aufführungen am selben Tag möglich.

Kino : Frederika Smetana stellt ihren Film « Denise et Marco » (« Denise und Marco ») vor

+

Zielgruppe : Schülerinnen und Schüler der Oberstufe

Die Autorin, Schauspielerin und Theaterregisseurin Frederika Smetana bietet nach der Vorstellung ihres Films eine Debatte an, in der sie die Geschichte ihres polnisch-jüdischen Grossvaters erzählt, der in Frankreich Widerstand geleistet hat (34 Minuten)

Webseite der Compagnie

Preise :

180€ für eine Gruppe von 16 bis maximal 30 Schülerinnen und Schülern + 150€ Reisekosten
360€ für eine Gruppe von 31 bis maximal 60 Schülerinnen und Schülern + 150€ Reisekosten

 

Mehr erfahren

PREIS UND RESERVIERUNG FÜR SCHULGRUPPEN

Lehrerinnen und Lehrer
Unterstützung der Bildungsarbeit der Gedenkstätte
Nächste Seite
Intermuseale Touren