Dokumentationszentrum

Maison d’Izieu, centre de documentation
Maison d’Izieu, centre de documentation
Maison d’Izieu, centre de documentation

Dokumentationszentrum

 

Das Dokumentationszentrum legt einen Dokumentenbestand zu den Arbeits- und Forschungsthemen des Maison d’Izieu an und erweitert ihn regelmäßig. Es werden folgende Themen unterschieden:

  • die Installation und das alltägliche Leben in der Kinderkolonie von Izieu,
  • die Razzia vom 6. April 1944,
  • die Kinder in der Kriegszeit,
  • Frankreich von 1939 bis 1945 und die Vichy-Regierung,
  • das Verbrechen gegen die Menschlichkeit,
  • das Gedenken, die Kunst und die Geschichte.

Das Dokumentationszentrum steht auf Anfrage Lehrkräften, Forschern und Institutionen zur Verfügung, die diese Themen bearbeiten.

Im Rahmen der Besuche von Schulklassen steht das Zentrum den Lehrern und Schülern zur Verfügung. Sie haben Zugang zu einem umfassenden Dokumentenbestand (bestehend aus Schülerarbeiten, Faxschreiben, Zeitungen, Werke aus der damaligen Zeit, verschiedene Nachschlagewerke, Literatur und Lehrbücher für die Jugend, usw.). Diese Dokumentation dient der Wahl, der Vorbereitung, der Animation und Illustration ihrer im Maison d’Izieu durchgeführten Projekte.

 

Dokumentenbestand

 

Der Dokumentenbestand des Dokumentationszentrums des Maison d’Izieu besteht aus über 5 000 Dokumenten (Bücher, Zeitschriften, Kassetten, DVDs und CDs) : Lehrbücher, Archive und Kopien von archivierten Dokumenten, Veröffentlichungen aus der Zeit vor 1945, Wörterbücher und Handbücher, Universitätsabhandlungen, Schülerarbeiten und Romane in Französisch, Deutsch, Englisch, Italienisch und Polnisch, die für ein Publikum von Erwachsenen und Kindern bestimmt sind.

Es werden Dokumente in Verbindung mit der Geschichte und der Erinnerung an den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg bevorzugt. Folgende Themen werden bevorzugt behandelt: die jüdischen Kinder während des Krieges, das Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Prozesse und die internationale Strafgerichtsbarkeit. Fragen der Kunst, der Erinnerung und der Darstellung werden in speziellen reflektierenden Werken und in Kunst- und Ausstellungskatalogen behandelt.

Ein Dokumentenbestand bestehend aus Kopien von archivierten Dokumenten zur Geschichte der Kolonie von Izieu, den Internierungslagern, den Nachkriegsprozessen und dem Verbrechen gegen die Menschlichkeit wird nach und nach erweitert.

Der Dokumentenbestand wird von einer Verwaltungssoftware für Bibliotheken informatisiert.
Bei der gewählten Indexierungssprache handelt es sich um RAMEAU, die auch von der französischen Staatsbibliothek benutzt wird.

 

Unsere Anschaffungspolitik

 

Unsere Anschaffungspolitik beruht hauptsächlich auf dem Erwerb von fachorientierten Werken (Lehrbücher, Zeitschriften, Doktorarbeiten), von dokumentarischen oder literarischen Veröffentlichungen für die Jugend, von archivierten Dokumenten aus der Vichy-Zeit und der Nachkriegszeit (Zeitschriften, Zeitungen, Flugblätter, Bücher, Prozesse) und auf dem systematischen Sammeln von Schülerarbeiten, die in den Workshops im Maison d’Izieu erstellt wurden.
Im Rahmen des Dokumentenerwerbs wurde das Dokumentationszentrum finanziell vom Centre National du Livre unterstützt.

Der Dokumentenbestand wird auch dank verschiedener privater Dokumente erweitert, insbesondere durch Veröffentlichungen aus der Zeit vor 1945 und durch Archivdokumente.

 

Partnerschaften

 

Es werden Exemplare der wichtigsten Werke zur Geschichte der Kinderkolonie von Izieu in den Dokumentationszentren der verschiedenen Gedenkstätten bzw. europäischen Geschichtszentren hinterlegt, die mit dem Maison d’Izieu eine Partnerschaft eingegangen sind. Insbesondere in Deutschland, im Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin, in den Gedenkstätten von Bergen-Belsen und Buchenwald und in Italien, in der Bibliothek des Historischen Instituts von Modana, Partner des Staatlichen Netzwerkes der italienischen Bibliotheken.

Seit 2005 ist das Dokumentationszentrum zusammen mit den großen Bibliotheken Teil des Netzwerkes RAMEAU (BnF). Es schlägt regelmäßig neue Indexierungsthemen auf der Grundlage seines Eigenbedarfs vor.

 

Zugang und Kontakt

 

Auf Anfrage bei:

 

Stéphanie Boissard
Dokumentalistin
Telefon. : +33 (0)4 79 87 21 05
Fax : +33 (0)4 79 87 59 27
sboissard@memorializieu.eu