Die Mitglieder der Kinderkolon

Colonie d'Izieu, été 1943. De gauche à droite. Au dernier plan : Théo Reis, Paulette Pallarés, Arnold Hirsch, Marcelle Ajzenberg, une jeune fille non identifiée, Barouk-Raoul Bentitou ; au centre : Marcel Mermelstein, Paula Mermelstein, Sigmund Springer, Joseph Goldberg, Nina Aronowicz, un enfant non identifié. Les enfants assis au premier plan ne sont pas identifiés avec certitude : à gauche Sami Adelsheimer, puis Renate et Liane Krochmal.
(© Maison d'Izieu / Coll. Philippe Dehan)
Colonie d'Izieu, été 1943. De gauche à droite. Au dernier plan : Théo Reis, Paulette Pallarés, Arnold Hirsch, Marcelle Ajzenberg, une jeune fille non identifiée, Barouk-Raoul Bentitou ; au centre : Marcel Mermelstein, Paula Mermelstein, Sigmund Springer, Joseph Goldberg, Nina Aronowicz, un enfant non identifié. Les enfants assis au premier plan ne sont pas identifiés avec certitude : à gauche Sami Adelsheimer, puis Renate et Liane Krochmal. (© Maison d'Izieu / Coll. Philippe Dehan)

Wohnort

Die Mitglieder der Kinderkolonie

 

Die Kinder

 

Miron Zlatin aktualisiert allmonatlich die Anwesenheitslisten der Kinder der Kolonie, muss er doch die von der Hilfsorganisation OSE-UGIF bezahlten Gelder für die Betreuung jedes einzelnen Kindes rechtfertigen. Die erste Liste stammt vom Mai 1943: In ihr wird die Ankunft von 9 jüdischen Kindern, die aus dem Hérault geflüchtet sind, erwähnt. Am 28. Mai kommen 5 weitere Kinder in Izieu an.
Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Im September 1943 beherbergt das Kinderheim bis zu 64 Kinder zur gleichen Zeit.

 

Aus der letzten von Miron Zlatin geführten Liste vom Januar 1944 geht eindeutig hervor, dass sich insgesamt 105 Kinder aller Altersstufen in der Kolonie von Izieu aufgehalten haben. Einige bleiben für ein paar Wochen, andere wiederum bleiben einige Monate. Für sie ist Izieu eine Übergangslösung, bevor sie in ihre Familien, die ein Versteck gefunden haben, zurückkehren, in die Schweiz flüchten oder in anderen Häusern oder Gastfamilien unterkommen.

 

Je nach den Umständen ihrer Ankunft in der Kinderkolonie und ihrem Alter erleben die Kinder das Haus ganz anders.
Alec Bergman (13 Jahre) kommt im Sommer mit seinen beiden Freunden Marcel und Coco Bulka nach Izieu. Er erlebt Izieu als eine einfache Ferienkolonie. Samuel Pintel (6 Jahre), der im Rahmen einer Razzia urplötzlich von seiner Mutter getrennt wird, fühlt sich in Izieu isoliert und glaubt, er sei das einzige jüdische Kind.
Im Sommer 1943 empfängt die Kolonie einige nicht jüdische Kinder, die sich hier aus sozialen Gründen bzw. während der Schulferien aufhalten.

Colonie d'Izieu, été 1943. De gauche à droite. À l'arrière plan : Marcelle Ajzenberg, Sarah Suzanne Levan-Reifman ; au premier plan : Berthe Mehring, Miron Zlatin. (© Maison d'Izieu / Coll. Juliette Collomb)
Colonie d'Izieu, été 1943. De gauche à droite. À l'arrière plan : Marcelle Ajzenberg, Sarah Suzanne Levan-Reifman ; au premier plan : Berthe Mehring, Miron Zlatin. (© Maison d'Izieu / Coll. Juliette Collomb)

Die Erwachsenen

 

Miron Zlatin ist für die Organisation des Alltages verantwortlich und leitet die Kolonie.
Sabine Zlatin kümmert sich um die Kontakte mit der Außenwelt. Sie reist zwischen Izieu und Montpellier hin und her. In Montpellier ist sie weiterhin als Sozialhelferin tätig und für mehrere Familien zuständig.

Im Rahmen der Betreuung der Kinder werden sie von einer Gruppe von Erwachsenen, die entweder jüdischer Abstammung sind oder nicht, unterstützt.

 

Folgende Erwachsene sind in Izieu präsent:
Léa Feldblum, Lucie Feiger, Mina Friedler und ihre 5-jährige Tochter Lucienne; die Ärztin Suzanne Reifman, mit ihrem Sohn Claude und ihren Eltern Eva und Moïse, diese tritt ab September 1943 an die Stelle ihres Bruders Léon Reifman, Medizinstudent und ehemaliger Lehrer in Palavas-les-Flots. Nach der Einrichtung der Kinderkolonie verlässt er Izieu, weil er im Rahmen des obligatorischen Arbeitsdienstes gesucht wird. Er kommt am Tag der Razzia, am 6. April 1944 nach Izieu zurück, um hier die Osterferien zu verbringen.

 

Betreuer oder Mitglieder der Hilfsorganisation OSE helfen aus und arbeiten für mehrere Monate in der Kolonie:
Der Koch Philippe Dehan und seine Mutter; Marcelle Ajzenberg ; das Paar Rachel und Serge Pludermacher.

 

Freundinnen von Sabine Zlatin kommen ebenfalls zur Unterstützung:
Berthe Mehring, Emma Blanc, und im Laufe des Sommers 1943, Paulette und Renée Pallarés, Nachbarinnen von Sabine Zlatin in Montpellier, die jeweils 17 und 19 Jahre alt sind.