Gründung

Maison d’Izieu, fenêtre de la Maison, détail (MV)
Maison d’Izieu, façade, détail
Maison d’Izieu, terrasse, détail (MGG)

Gründung

1987 treffen sich anlässlich des Barbie-Prozesses in Lyon mehr als vierzig Jahre nach den Ereignissen mehrere historische Akteure der Kinderkolonie von Izieu: Sabine Zlatin, Gründerin der Kolonie im Jahre 1943, Pierre-Marcel Wiltzer, ehemaliger Unterpräfekt von Belley, Gabrielle Tardy (Perrier, mit ihrem Mädchennamen), Lehrerin in der Kolonie, Léon Reifman, Arzt, Paulette Pallarés, die den Betreuern im Sommer 1943 hilfreich beiseite stand, und ein paar ehemalige Kinder, die sich damals in der Kolonie aufhielten (Paul Niedermann, Samuel Pintel, Hélène, Bernard und Adolphe Waysenson, usw.) oder ihre Familien (Fortunée Benguigui, Alexandre und Ita-Rose Halaunbrenner, usw.).

Die Vereinigung « Musée mémorial des enfants d’Izieu » wird offiziell am 4. März 1988 gegründet.
Zum ersten Treffen des Verwaltungsrates kommen neben Sabine Zlatin und Pierre-Marcel Wiltzer, lokale Abgeordnete und Vertreter des Staates, des Office National des Anciens Combattants et Victimes de Guerres (Staatliches Amt für ehemalige Kriegsteilnehmer und Kriegsopfer) sowie des Conseil Représentatif des Institutions juives de France (Repräsentativer Rat der jüdischen Institutionen in Frankreich).
Ziel der Vereinigung ist es, in Izieu eine Gedenkstätte mit pädagogischem Auftrag zu eröffnen.

Dank einer öffentlichen Sammlung von Geldern erwirbt die Vereinigung im Juli 1990 das Wohnhaus, in dem die Kinderkolonie damals untergebracht war.

Der französische Staatspräsident, François Mitterrand, nimmt in sein Programm der Großen Bauvorhaben das Projekt eines Museums auf, das den Kindern von Izieu gewidmet werden soll.

Ein wissenschaftlicher Ausschuss ist damit beauftragt, die museographischen Ziele und Inhalte zu bestimmen.
Zu ihm gehören:

  • Pierre Birnbaum, Historiker,
  • Bernard Comte, Historiker,
  • Philippe Joutard, Universitätsrektor,
  • Robert Mériaudeau, Geograph,
  • Pierre Nora, Historiker,
  • Henri Rousso, Historiker,
  • Pierre Truche, leitender Oberstaatsanwalt
  • Hélène Waysbord, Schulrätin des Staatlichen Bildungs- und Schulwesens.

Die Historikerin Anne Grynberg wird mit der Konzeption und der Abfassung der Dauerausstellung beauftragt.

Am 24. April 1994 weiht der französische Staatspräsident, François Mitterrand, das « Musée mémorial des enfants d’Izieu » ein.
Seit dem Jahre 2000 trägt die Vereinigung die Bezeichnung « Association de la Maison d’Izieu, mémorial des enfants juifs exterminés ».